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Dieses Thema hat 12 Antworten
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 Wissenswertes so wie Bücher und sonstige Literatur .
Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

01.03.2007 09:36
RE: TV - 1. März - Arte antworten

Heute, 1. März kommt um 19:00 Uhr in der Sendereihe "Wenn Tiere stören" die Dokumentation "Krieg der Hörnchen".
Wohl die beste Doku, was die Invasion der Grauhörnchen in England und der Schön- und Grauhörnchen in Italien und deren Vormarsch Richtung Mitteleuropa betrifft.
Ein unbedingtes "Muss" für alle, die sich für Hörnchen interessieren.

Andreas3 ( gelöscht )
Beiträge:

01.03.2007 19:49
#2 RE: TV - 1. März - Arte antworten

hallo zusammen
der bericht war hoch interresant und informativ hat sich auf jedenfall gelohnt den bericht zu gucken.

gruß Andreas

Rudisch ( gelöscht )
Beiträge:

02.03.2007 20:46
#3 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Interessant schon, aber wie krank ist die Menschheit wenn sie Hörnchen grillt und ißt.
Traurig aber leider wahr.

Udo01 Offline




Beiträge: 1.784

02.03.2007 21:15
#4 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Hallo
Was machen die, wenn sich das Heimische Hörnchen bei guten Bedienungen stark vermehrt? Auch unsere fressen an den Bäumen rum! In Deutschland sagt das Tierschutzgesetz, wenn sich eine eingeführte Tierart über drei Generationen in der Freiheit vermehrt hat das diese dann zu den Heimischen gezählt werden. Wenn ich bedenke das man die Grauhörnchen bis ca.1990 legal halten und vermähren durfte und die dadurch in Freiheit gekommenen sind haben sich sicherlich in dieser Zeit über drei Generationen vermährt. Man müsste es nur Nachweisen. Na lassen wir es lieber sonst stelle ich mir die Frage wann gehen diese Menschen gegen die Sibirischen, oder die Kanadischenrothörnchen vor für die ich bis heute keine Genehmigung oder sonst irgendwelche Papiere brauche.

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Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.03.2007 23:48
#5 RE: TV - 1. März - Arte antworten

-Rudisch - nur teiLweise nachvollziehbar, Deine Aussage.
In Süd- Südostasien sind einige Arten der Hörnchen eine Plage, die Felder vernichten (Erdhörnchen) und in keiner Weise gefährdet sind. Sie werden behandelt wie hier Wühlmäuse.
Die werden dort gejagt und gegessen mit dem selben Verständnis wie wir z.B. Wachteln oder Hase essen.
Nur weil wir unsere Sympatie für eine Tierart entdeckt haben muß man nicht gleich jeden an den Pranger stellen, der das anderst sieht.
Und - so seh ich das - wie die Grauhörnchen aus Europa verschwinden ist mir egal, man kann sie essen, erschiessen oder totschlagen, sie haben ihren Lebensraum in der USA/Kanada (ungefährdet), aber sie rotten unsere einheimische Lebensform aus.
Das ist das Problem und nicht wer was als Nahrung zu sich nimmt.

-Udo- Nein, das ist der Unterschied - unsere Eichhörnchen nagen Rinde an, die Grauhörnchen schälen ganze Bäume. Unsere Eichhörnchen sind in der Forstwirtschaft erwünscht und werden nicht bejagt, Grauhörnchen vernichten Baumbestände und damit (wie auch im Film gesagt) damit weitere Tierbestände.
Ausserdem gibt es inzwischen in Deutschland gegenüber dem Grauhörnchen strenge Bestimmungen - Einfuhr und Zucht und Haltung fortpflanzungsfähiger Exemplare ist verboten.

Es ist nicht jeder Tierfreund der meint mit jeder Tierart Freund sein zu müssen!

Udo01 Offline




Beiträge: 1.784

03.03.2007 00:02
#6 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Hallo.

Ich bin einfach der Meinung die Art der Tötung ist nicht Ok. Das Problem der Überhandname ist nicht von der Hand zuweisen und ein einschreiten ist wohl von Nöten aber mit einen Knüppel und man drauf ist in meinen Augen nicht der richtige Weg.
Gruß Udo

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Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

03.03.2007 00:12
#7 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Auch ich habe den Beitrag gesehen und gespeichert - der Knüppel bezog sich auf ein Tier, das untersucht werden mußte um einen Krankheitserreger festzustellen, der für Grauhörnchen ungefährlich ist, der allerdings durch sie eingeschleppt, Eichhörnchen in Massen elend verrecken läßt.

Udo01 Offline




Beiträge: 1.784

03.03.2007 00:38
#8 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Gottseindank haben nicht alle Grauhörnchen diesen Krankheitserreger sonst wären ja meine Eichhörnchen auch schon verreckt, da diese seit ca. 10 Jahren mit diese zusammenleben.
Gruß Udo

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Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

03.03.2007 15:38
#9 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Ich muß da, glaube ich, mal was richtig stellen.
Ich habe amerikanische Grauhörnchen "Sciurus carolinensis", und um die geht es hier, nicht um andere Grauhörnchen Arten, bei meinen Besuchen in der USA in freier Wildbahn kennen und schätzen gelernt. Im dortigen Lebensraum verursachen sie keine ökologischen und wirtschaftlichen Schäden, sind sehr agil und wesentlich "zutraulicher" wie z.B. unser einheimisches Eichhörnchen. Und wenn sie in Disney World/Orlando nicht ständig sogar aggressiv versuchen würden einem die Pommes frites aus der Hand zu klauen wären sie mit einer der schönsten, lernwilligsten und interessantesten Hörnchenarten überhaupt.
Dort leben sie auch in einer Stückzahl, die eine Gefährdung dieser Art nicht einmal Ansatzweise erkennen läßt.
In der USA werden diese Tiere zwar auch gejagt, im Mittleren Westen sogar gegessen - da aber vermutlich ein Zusammenhang zwischen der Creutzfeld Jacob Krankheit und dem Verzehr von Hörnchenfleisch besteht (Quelle: "'Zurück in die Freiheit' v. Tanja Nordhaus, ISBN 3-00-008941-1") sehe ich nicht, daß der Verzehr von Hörnchenfleisch dieser Gattung in Europa Schule machen wird.
Allerdings habe ich den Eindruck, daß so mancher US-Amerikaner, vor allem hohe Regierungsmitglieder bis hin zum Präsidenten schon eindeutig zuviel Hörnchenfleisch verzehrt haben - anderst wie mit BSE ist da manches nicht zu erklären.

Hier in Europa ist der Fall allerdings völlig anderst gelagert.
Zum ersten ist der Schaden, den diese Tiere in unserem Waldbaumbestand anrichten immens - zum Teil so immens das mehrere einheimischen Tier- und Pflanzenarten völlig verdrängt und vernichtet werden.
Hier haben wir eigentlich nur zwei Alternativen.
Zum einen können wir dieses Tier als Einwanderer tolerieren. Dann dürfen wir uns aber nichts vormachen, das ist mit der totalen Ausrottung des einheimischen Eichhörnchens "Sciurus vulgaris" gleich zu setzen.
Unser Eichhörnchen kann dem Grauhörnchen aus mehreren Gründen nicht paroli bieten, es ist im sowohl in seiner sozialen Struktur, in Bezug auf Futterspektrum, in der Vermehrung usw. weit unterlegen und kann weder nach Süden noch nach Osten ausweichen, da auch seine klimatische Anpassungsfähigkeit sehr enge Grenzen hat.
Der Parapox-Virus ist nur ein Puzzlestück dieser Katastrophe.
Oder wir vernichten, mit welchen Mitteln auch immer, da gibt es wohl Diskussions- und Forschungsbedarf, die Eindringlinge - dann ist ein Überleben beider Arten möglich. Das amerikanische Grauhörnchen wird in der USA/Kanada den Platz einnehmen, der diesen Tieren zusteht und das Eichhörnchen wird hier erhalten bleiben.
Ich bin mir im Klaren, das dies grausam klingt - aber die Alternative ist die völlige Vernichtung einer anderen Art, an der uns auch viel liegt.
Und dieser Denkansatz hat nichts damit zu tun, ob ich Grauhörnchen sympatisch finde oder nicht - es ist einfach eine Notwendigkeit, zumal inzwischen Mitteleuropa zwischen 2 Verbreitungsgebieten dieser Tiere liegt. Die Gefahr ist nicht nur in England beheimatet und kann über Fähren, Touristen usw. eingeschleppt werden sondern auch inzwischen in Norditalien und wird nur noch durch die Alpen zurück gehalten, die aber sicher kein dauerhaftes Hindernis sein werden.

Ich hoffe, es wird jetzt klar, daß ich nicht die Ausrottung des Grauhörnchens generell befürworte - ich befürworte nur den unbedingten Schutz der Eichhörnchens hier in Europa.

Und noch zu Udos aussage über die verwilderten Streifenhörnchen-Kolonien.
In Deutschland sind ca. fünf bekannt. Vier davon betreffen unser Sibirisches Streifenhörnchen "Eutamias sibiricus", eine Kolonie besteht aus dem Östlichen Chipmunk "Tamias striatus".
Zwei dieser Kolonien sind ausgestorben, die bekannteste und best erforschte Kolonie auf einem Friedhof in Freiburg/Breisgau vermutlich an einem zu geringen Genpool (Inzucht), die in der Nähe von Münster/Westfalen im Zuge einer Bekämpfung einer Kaninchenplage, sozusagen ein Kolateralschaden!
Existieren tun eine Kolonie im Stadtpark von Aschaffenburg und eine Kolonie in Rolandseck bei Bonn. Der Östliche Chipmunk hat eine wilde Kolonie innerhalb des Zoologische Gartens von Wuppertal gebildet.
Im Gegensatz zu der Entwicklung bei Grauhörnchen sind alle Kolonien ortsstabil und dehnen sich nicht aus. Zwar übernehmen diese Tiere dort, wo sie vorkommen, das komplette Revier, aber sie überschreiten gewisse Grenzen nicht sondern bleiben einfach örtlich begrenzt und stellen somit keine Gefahr dar.

Puuhh - das war mal wieder ein halber Roman.

Udo01 Offline




Beiträge: 1.784

03.03.2007 16:00
#10 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Hallo Böhser Bube

Ich glaube wir haben ein Missverständnis.
Ich bin im Besitz von den besagten Hörnchen Sciurus carolinensis", und hatte Gottseihdank keine Probleme mit diesen Krankheitserregern in meinen Bestand.
Oder haben gerade diese den besagten Erreger nicht.
Ich glaube ich muss spät abends meine Gedanken besser mit Sauerstoff versorgen.

Gruß Udo

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Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

03.03.2007 20:32
#11 RE: TV - 1. März - Arte antworten

In Gefangenschaft ist die Haltung dieser Art mit Sicherheit kein Problem - aber in freier Wildbahn sind diese Tiere eine für Eichhörnchen tickende Zeitbombe.
Und nur auf diese verwilderten, bzw. eingeschleppten Bestände bezieht sich meine Aussage bezüglich der Ausrottung der europäischen Grauhörnchen - als Heim, bzw. Haustiere habe ich nichts gegen sie, genauso wie ich sie in ihrem natürlichen Lebensraum sehr schätze.

Udo01 Offline




Beiträge: 1.784

03.03.2007 21:35
#12 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Hallo.

Ich will auch nicht die Einstellung zu Ausrottung kritisieren oder in Frage stellen, sondern wollte nur darauf hinweisen das ich gottlob keine Probleme mit Krankheitserregern bei mir habe. Ist das jetzt Zufall oder kommt der Erreger bei Nachzuchten in der Voliere nicht vor? Ist dir in der Richtung da etwas bekannt?
Gruß Udo

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Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

04.03.2007 01:21
#13 RE: TV - 1. März - Arte antworten

Es ist mir nur bekannt, daß der Erreger bei Grauhörnchen vorkommen kann und diese Tiere allerdings immun gegenüber diesm Virus sind - ihn also nur übertragen, nicht aber selber daran erkranken.
Allerdings sind diese "Eichhörnchenpocken" kein Bestandteil dieser Spezies - es ist also so, daß nur ein gewisser Prozentsatz der Tiere davon befallen ist.

Ich sehe gerade - die Sendung wird am Donnerstag, 08.03. und am 16.03. um jeweils 16:50 Uhr in ARTE wiederholt.

Information aus der HP des Senders ARTE in der Programmübersicht:

Zitat
Der Krieg der Eichhörnchen

Es ist die Geschichte zweier Eichhörnchen, eines rotbraunen und eines grauen, das eine stammt aus England, das andere wurde irrtümlicherweise aus den USA importiert. Im Laufe der Zeit hat das stärkere und gefräßige Graue das Territorium des kleineren einheimischen Vetters erobert, der dadurch im Aussterben begriffen ist. Das Rotbraune ist mittlerweile von hart gesottenen Umweltstreitern zum Schützling Nummer Eins erklärt worden, um dessentwillen die Grauen, die so genannten "Baumratten", erbarmungslos verfolgt und getötet werden.



[ Editiert von BöhserBube am 04.03.07 9:59 ]

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