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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 531 mal aufgerufen
 Eichhörnchen - Diskussionen und Fragen
Udo01 Offline




Beiträge: 1.788

06.10.2010 21:30
RE: Wer hat so etwas schon mal erlebt? antworten

Hallo
Wer hat so etwas schon mal erlebt?

Das seltsame Sterben eines Eichhörnchen s. Zur Vorgeschichte das Tier stammt aus einen vierer Wurf 2010 wo alle Tier im Alter von gut 4 Wochen erst /nur 40-50 gramm. schwer waren. Drei Tiere sind eingegangen (Böcke) das vierte ein Weibchen haben wir mit der Flasche groß gezogen. Es hat sich auch gut entwickelt .

Vor einer Woche bekam es von heut auf morgen Durchfall, welchen wir am zweiten Tag fast wieder weg hatten. Am dritten Tag war dieser weg aber mir viel auf das das Tier immer nur 1-2 Meter weit lief und dann Stehen blieb wobei es immer den Kopf nach links drehte als ob es sich umschauen wollte. Dazu kam das es nur noch sehr wenig fraß und unnatürlich ruhig war. Am folgenden Tag fiel es bei kletter versuchen manch einmal einfach um am Abend ist die kleine Lilly dann verstorben.
Ich brauche ja nicht extra zu erwähnen das auch die T. Ärztin sich keinen Reim sich darauf machen konnte.

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eichhorn 33 Offline




Beiträge: 610

06.10.2010 22:47
#2 RE: Wer hat so etwas schon mal erlebt? antworten

Das die Babys dieses Jahr einen schlechten Start hatten , lag ja mit Sicherheit zum Großteil an der Hitze .
Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt hatte , können die Muttertiere lt. TA. trotz ausreichender Wasserversorgung durch ihre erhöhte Körperthemperatur weniger/schlechter Milch produzieren .
Mir ging es mit Pinselchens Wurf genauso . Drei von vieren verstorben , trotz zufüttern . Eines groß bekommen (Hope) .
Bei Lillifee habe ich durch zufüttern UND VOR ALLEM durch tränken mit Fencheltee + Glucose/Kochsalzlösung alle fünf durchbekommen . In Kürze stehen bei meinem Babytagebuch noch die Gewichte dabei .

Hat Dein Tier außer der Kopfdrehung auch mit den Augen gerollt ? Für mich klingt es nach Encephalitozoon cuniculi , oder kurz E. cuniculi .
Auch die motorischen Ausfälle passen dazu .
Im Winter/Frühjahr dieses Jahres hatte ich den ersten Fall bei meinem alten Augenamputhiertem Winnetou .

Udo01 Offline




Beiträge: 1.788

06.10.2010 22:54
#3 RE: Wer hat so etwas schon mal erlebt? antworten

Hallo
Nein die Augen hat es nur immer so halb geschlossen gehabt als ob sie recht Müde wäre. Meinst ich sollte meine Voliere Sicherheit halber dem entsprechend säubern. Wäre eine sch… Arbeit
Gruß Udo

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eichhorn 33 Offline




Beiträge: 610

06.10.2010 23:20
#4 RE: Wer hat so etwas schon mal erlebt? antworten

Ich denke nicht . Erstens ist E. cuniculi gar nicht so vorrangig Ansteckend bei Kontakt , denn seeeeehr viele Tiere tragen den Erreger in sich . Warum dieses erkrankt und jenes nicht ist auch noch ungeklärt .
Außerdem kannst Du Deinen Naturboden ja eh nicht desinfizieren .
Ob es das war ist ja auch nicht so wahrscheinlich , denn dann hätte sie meines Wissens nach eben mit den Augen rollen müssen .

Mir kommt gerade noch eine andere Idee . Und zwar das vielleicht durch die anfängliche Mangelernährung doch bleibende Schäden entstanden sind , die eben nur eine gewisse Zeit kompensiert werden konnten ? Vielleicht konnte das eine oder andere Organ (vielleicht auch Gehirn) auch erst gar nicht richtig ausgebildet werden ?
Denn 40-50 Gramm mit vier Wochen ist natürlich super wenig . Da hatten meine ja wenigstens schon 70-80 Gramm . Auch noch zu wenig .

Bestimmt hat auch Ecureuil noch ´ne Idee .

Ecureuil Offline




Beiträge: 226

09.10.2010 01:30
#5 RE: Wer hat so etwas schon mal erlebt? antworten

Hallo,

habe es erst heute gelesen.

Natürlich ist alles reine Spekulation. Auch die Gedanken, die mir so spontan in den Sinn kommen. Viele Faktoren könnten eine Rolle spielen.
Sicherlich ist die Hitze und die damit verbundene explosionsartige Vermehrung vieler Bakterien einer davon. Starke Hitze wird für (ursprünglich) Waldbewohner Eichhörnchen schnell zum Stress. Stress schwächt das Immunsystem usw. Bei geschwächtem IS sinkt u.U. die Milchproduktion der Mutter.
Aber auch die Keimbelastung im Trinkwasser schnellt rapide in die Höhe. Und ab einem gewissen Alte gehen die Jungtiere ja auch ans Trinkwasser. Ich denke da sind die Wilden Hörnchen evtl. ein wenig robuster. (Nur eine Hypothese von mir.)
Jungtiere sind generell anfälliger als adulte Tiere.

Hinzu kommt die Sache mit der Aufzuchtmilch.
Die meisten Züchter nehmen immer noch Katzenaufzuchtmilch zur Handaufzucht. Und die enthält Taurin. Ich habe allerdings schon vor Jahren alle Hebel in Bewegung gesetzt um zu erfahren, wie sich Taurin evtl. auf Nagetiere auswirkt. Denn ich fand verschiedene Indizien dafür, dass Taurin evtl. für Hörnchen schädlich sein könnte, da es sich bei Ratten in gewisser Konzentration auch negativ auswirkt. Daher habe ich damals ziemlich schnell auf Hundeaufzuchtmilch (Esbilac ohne Taurin) umgestellt. Inzwischen füttere ich Fox Valley Nutrition. (auch ohne Taurin)

Ich hatte damals leider erfolglos mit Herrn Prof. Kamphues, TiHo Hannover, Kontakt aufgenommen und auch verschiedene andere Tierkliniken dazu befragt. Keiner konnte mir darüber Auskunft geben. Auch Kontakte in die USA (die ja in medizinischen Studien etc. immer sehr fortschrittlich sind), brachten keinen Aufschluss.

Mal ein paar Auszüge bezüglich Taurin,(gesammelte Werke von 2007), dazu:

"Gesicherte Erkenntnisse liegen für den Menschen bisher nicht vor, jedoch gibt es aus Tier- und in-vitro-Versuchen Hinweise auf zahlreiche Nebenwirkungen, wenn höhere Konzentrationen appliziert werden. Taurin reichert sich vor allem im Gehirn an (Hypothalamus und Medulla). Hier sind deshalb auch die meisten der Nebenwirkungen lokalisiert. Über einen negativen Effekt auf die respiratorische Antwort unter Ruhebedingungen (Herabsetzung der Atemfrequenz und der CO2-induzierten respiratorischen Antwort) ist eine Beeinträchtigung der (Ausdauer-) Leistungsfähigkeit möglich. Auch wird das Trinkverhalten von Mäusen negativ verändert. Somit könnten sich die Folgen eines Flüssigkeitsverlustes unter Belastung potenzieren. In Ratten ist des Weiteren eine Potenzierung der Neurotoxizität durch Taurin beschrieben. Ein weiterer negativer Effekt scheint durch eine Störung der inhibitorischen und exzitatorischen Regelkreise im Gehirn zu entstehen."
___________________________________

"Weitere Studien belegen, dass Taurin aufgrund seiner positiv inotropen Wirkung in der Lage ist, den Blutdruck zu senken.(14,15)
http://www.preventnetwork.com/pn_naehrst...ono-taurin.html"
______________________________________

"In diesem Zusammenhang ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie an Ratten interessant, bei der die Nagetiere 30 Tage lang zu 60% mit Fruchtzucker und zu 2% mit einer löslichen Taurindosis ernährt wurden. Mit dieser Zusammensetzung wurde einerseits die Bildung von Endprodukten des Glykationsprozesses verhindert, andererseits aber auch der Glukoseabbau gesteigert. Das Taurin interferierte zwar mit dem Insulin und beeinflusste so den Glukosegehalt, gleichzeitig bewirkte es jedoch, völlig unabhängig vom Insulin, einen verstärkten Glukoseabbau."
______________________________________

"Dafür senkte Taurin bei Ratten den Blutdruck und führte bei gleichzeitiger Gabe von Salz zu einer lebensbedrohlichen Hypernatriämie" (EU.L.E.n-Spiegel 1996/H.5/S.9)"
_____________________________________________________

Nun weiß ich natürlich nicht, welche Aufzuchtmilch ihr genommen habt, und ob und wieviel Taurin darin enthalten ist/war.
Diese gesammelten Werke sind natürlich kein Beweis dafür, dass an meiner Theorie irgendwas dran ist, (vielleicht dappe ich ja auf einem Holzweg herum), aber ich wollte kein "eventuelles" Risiko eingehen. Inzwischen habe ich ca. 70 Hörnchen aufgezogen und sofern sie nicht schwer verletzt oder schon bei Ankunft halbtot waren, habe ich alle ohne Ausnahme durchbekommen. Das muss nix heißen...vielleicht hatte ich einfach nur "mordsmäßig Dusel".(Schwein gehabt)
Ich hatte dem Jungvolk bei der Hitze täglich ein kühles "Moosbad" angeboten und sie hatten regen Gebrauch davon gemacht. Es muss halt aus hygienischen Gründen täglich erneuert werden.

Die Symptomatik klingt für mich nicht nach E.cuniculi, denn der meist typische Schiefhals und auch das kreiseln und/oder häufige umkippen, sowie Krämpfe waren ja wohl nicht zu festzustellen, oder?
Letztlich hätte nur eine pathologische Untersuchung des toten Tieres Klarheit hinsichtlich E.c. bringen können.

Interessant ist ja auch die Genetik.
(Gab es schon erfolgreiche Nachzucht bei gleicher Verpaarung?) (Anja, bei Dir weiß ich, dass das bereits der Fall war, aber bei Udo weiß ich es nicht.)
Wie alt sind die Zuchttiere usw.

Aber auch angeborene Anomalien des Magen/Darmtraktes können dafür verantwortlich sein.
Sollte es nicht schon mal gesunden Nachwuchs aus gleicher Verpaarung gegeben haben, wäre ich auf jeden Fall vorsichtig, sprich...es gäbe keine Wiederholungsverpaarung.

Tut mir leid, dass ich Euch nicht mehr dazu sagen kann.

LG
Ecureuil

[ Editiert von Ecureuil am 09.10.10 1:41 ]

Manchmal genügt eine kleine Änderung des Blickwinkels, um klarer sehen zu können ;)

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

11.10.2010 23:00
#6 RE: Wer hat so etwas schon mal erlebt? antworten

Hallo Ecureuil

Du schreibst:
Die meisten Züchter nehmen immer noch Katzenaufzuchtmilch zur Handaufzucht.

Die habe ich nur einmal benutzt als ich am Wochenende überraschend ein Tier gebracht bekam und nichts anderes auftreiben konnte.
Gruß Udo

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