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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 616 mal aufgerufen
 Eichhörnchen - Diskussionen und Fragen
Udo01 Offline




Beiträge: 1.781

03.01.2011 22:08
RE: wieder n beweis antworten

und mal wieder n beweis dass Tiere auch eine Seele (oder wie man’s nennen mag) haben ^^ selbst unter denen gibt’s Freundschaft und anscheinend auch Trauer...

http://www.sinn-frei.com/eichhoernchen-v...aehen_12741.htm

Gruß Udo

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Andreas3 ( gelöscht )
Beiträge:

03.01.2011 22:17
#2 RE: wieder n beweis antworten

oh das arme hörnchen kenn einem ja ganz schön leid tun
womit sich die frage stellt sind sie denn wirklich einzelgänger???
wenn ja womit erklärt man dieses verhalten?


gruß Andreas3

Ecureuil Offline




Beiträge: 226

04.01.2011 12:38
#3 RE: wieder n beweis antworten

Hallo Udo,

tolles Video.

@ Andreas

Für das Verhalten gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Es könnte sich um Mutter und totes Jungtier handeln, aber auch um Eichkater und seine Erwählte, die beim "Liebesspiel"/Verfolgungsjagd überfahren wurde.

Und ja, Eichhörnchen sind normalerweise Einzelgänger. Ausnahme:
Erwachsene Hörnchen während der Paarungszeit. Dann kreuzen sie auch mal gemeinsam auf. Der eine dann mit extrem dicken Hoden.

oder

Jungtiere bis ein paar Wochen/Monate nach Auswilderung, also noch vor der Geschlechtsreife.

Ich habe ja hier aktuell 5 ausgewilderte Hörnchen vom letzten Jahr die täglich zu den Futterplätzen kommen. Fast immer kommen sie zu unterschiedlichen Zeiten. Ist einer schon an Futetrplatz, verschwindet der andere entweder sofort wieder und sucht den am weitesten entfernten anderen Futterplatz auf. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob gleichgeschlechtlich oder männlich auf weiblich trifft.

Obwohl ich den Hörnchen ausreichend Nahrung anbiete, habe ich keines der inzwischen ca. 80 Ausgewilderten Hörnchen je als erwachsene Tiere einträchtig zusammen fressen gesehen. Wie gesagt, Ausnahme Paarungszeit.

Auch "Basti" und "Cher", die letztes Jahr gemeinsam gepäppelt und dann zusammen rausgelassen wurden, halten nun großen Abstand voneinander und gehen sich inzwischen konsequent aus dem Weg. Sprich.. Kommt der eine, macht der andere meist die "Flatter" und verduftet. Dabei könnten beide gleichzeitig an einem Futterplatz fressen, die Möglichkeit und das reichhaltige Nahrungsangebot haben sie.
Ist schon einer da, sucht der andere in der Regel sofort das Weite und kommt erst lange Zeit später nochmal an den Futterplatz zurück. Vorher wird aber gesichert (überprüft), ob die Luft rein ist.

Bei den oft beobachteten Fütterungen in einem Park, wo Hörnchen scheinbar einträchtig nebeneinander sitzen und fressen handelt es sich in der Regel um Jungtiere vor der Geschlechtsreife oder Mütter mit Kindern.
Sehr schön zu beobachten in dem Film "Die Wilden vom Stadtpark" (Clara-Zetkin-Park, Leipzig)

Gruß
Ecureuil

[ Editiert von Ecureuil am 04.01.11 12:40 ]

Manchmal genügt eine kleine Änderung des Blickwinkels, um klarer sehen zu können ;)

Udo01 Offline




Beiträge: 1.781

04.01.2011 20:56
#4 RE: wieder n beweis antworten

Hallo da kann ich aber froh sein das meine dieses Verhalten abgelegt haben und sich nur bei besonders schönen Nüssen streiten.







Gruß Udo

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Ecureuil Offline




Beiträge: 226

05.01.2011 13:19
#5 RE: wieder n beweis antworten

Hallo Udo,

schöne Fotos, aber mal ehrlich...was willst Du mir damit beweisen?

Glaubst Du das alle Zoologen und Biologen sich irren?
Sieh es doch bitte mal so...
Welche Möglichkeit haben die Tiere, ausser sich entweder gegenseitig an die Gurgel zu gehen, was das Überleben des Einzelnen ja gefährden würde, oder es als unabänderlich zu "ertragen"?
Ich möchte nicht provozieren...wirklich nicht, aber würdest Du alle Hörnchen morgen in Freiheit lassen, würden sie nicht mehr so einträchtig eng beieinander sitzen, da sie die Möglichkeit hätten, wirklichen Abstand zu nehmen. In einem Gehege macht es für ein Hörnchen, dessen natürlicher Bewegungsradius normalerweise Hektar beträgt, keinen großen Unterschied, ob es nun 30 cm neben dem anderen hockt, oder in der äußersten Ecke ca. 8 - 10 Meter Entfernung.

Entweder sind Hörnchen aus Nachzucht inzwischen domestiziert, was eigentlich gar nicht sein kann, da Domestikation ein sehr langer Prozess über viele Generationen hinweg ist, (so lange werden europ. Hörnchen aber noch gar nicht gezüchtet), oder sie sind es eben nicht, wovon ich ausgehe.
Also bleibt...sich arrangieren, damit das Verletzungsrisiko durch Auseinandersetzungen minimiert wird.

Gruß

Ecureuil

Manchmal genügt eine kleine Änderung des Blickwinkels, um klarer sehen zu können ;)

Udo01 Offline




Beiträge: 1.781

05.01.2011 18:03
#6 RE: wieder n beweis antworten

Hallo Ecureuil
Ich will mit den Fotos gar nichts Beweisen,sondern nur zum Ausdruck bringen das bei einer Volierenhaltung andere Gesetze gelten als wie in der Natur draußen.
Du schreibst
Entweder sind Hörnchen aus Nachzucht inzwischen domestiziert, was eigentlich gar nicht sein kann,…

Ich bin nur der Meinung, das sich das Verhalten unserer Hörnchen wesentlich schneller ändert/geändert hat als manche Glauben.
Hier ein paar Beispiele wobei es sich nicht um Jungtiere oder Geschwister oder Mutter mit Jungtieren handelt.
Ich habe 7 Futterplätze die im schnitt 3 Meter auseinander liegen es sind alle gleich bestückt und nur das eine oder andere Hörnchen setzt sich weit weg.
Einige Hörnchen schauen den anderen regelrecht ins Maul was er hat und gelegentlich wird es den anderen weggenommen ohne Streit.
Auf 11 mtr. Volierenlänge sind mehrere Laufräder verteilt und trotzdem laufen immer wieder 2- 3 Hörnchen zusammen oder wechseln sich ab. Geht eins in ein anderes Rad folgen die anderen meistens kurze Zeit später.
Jetzt wo es kalt ist liegen 3-4 Hörnchen zusammen im (Kobel) Häuschen. Im Sommer liegen sie teilweise auf den gleichen Balkon obwohl es davon reichlich gibt.
Alte Böcke ebenso Weibchen spielen oft miteinander an den Wolldecken oder an den Baumstämmen.
Egal wie viel Ästchen und und.. ich rein bringe es wird zwar ein kleiner Kobel gebaut aber zur Aufzucht gehen die Herrschaften wieder in den Fertigbau.
Es gibt ja auch einige Hörnchenarten die in Gruppen zusammen leben vielleicht sind unsere auch mal soweit oder schon auf den Weg dahin.
Und ab und zu gibt es Streit meisten zur Paarungszeit wenn beide vom gleichen Weibchen träumen
Es sind in der Natur Einzelgänger keine Frage
aber in der Voliere verhalten sie sich anders und ich bin fest davon überzeugt dass es nicht nur aus der Not heraus ist.
Weiterhin schreibst du
Ich möchte nicht provozieren...wirklich nicht
Wir wären kein vernünftiges Forum wenn wir nicht unsere Meinung schreiben dürften(ohne Beleidigungen) ohne das sich der andere gleich angegriffen fühlt. Jede andere Meinung ergibt eine Diskussion aus der man wiederum etwas lernen kann. Also bitte jeder soll das Schreiben wozu er steht. Auch wenn es im Forum etwas gibt was einen nicht passt bitte schreiben und es wird eine Lösung geben.
Wetten

Gruß Udo

[ Editiert von Administrator Udo01 am 05.01.11 18:48 ]

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Andreas3 ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2011 20:37
#7 RE: wieder n beweis antworten

Hallo Ecureuil
ich muß dem Udo da beipflichten meine Hörnchen haben für 4 eichhörnchen 10 kobel die alle gleich gepolstert sind und trozdem schlafen sie immer paarweise zusammen in einem kobel, und das nicht nur zur paarungszeit. Ich denke auch das die eichhörnchen welche in der freien natur leben einzelgänger sind obwohl ich schon ausnahmen gesehn habe auch ausserhalb der paarungszeit. als nächstes stellt sich die frage warum ist ein eichhörnchen ein einzelgänger?

gruß Andreas3

Ecureuil Offline




Beiträge: 226

06.01.2011 12:57
#8 RE: wieder n beweis antworten

Hallo Andreas,

nun... ich bin weder Zoologe noch Biologe, aber es macht m. E. gerade beim Eichhörnchen durchaus Sinn Einzelgänger zu sein.

Alleine schon der Fressfeind Marder hätte ein viel leichteres Spiel, wenn er damit rechnen könnte, wo ein Hörnchen sitzt sind die anderen nicht weit, bzw. im gleichen Baum oder im Baum nebendran schlafen die anderen. Er müsste also nur ein Tier finden und könnte so theoretisch die ganze Gruppe dezimieren. (Könnte eines gerade noch flüchten, was Nachts für Hörnchen schwer ist, versucht er es halt mit dem nächsten Hörnchen obendrüber oder nebendran.)

Auch in nahrungsarmen Gebieten (wenig Zapfen, Nüsse etc.) würde es durch Gruppen vermutlich schnell zur Katastrophe führen. Da wäre dann an einem Tag beispielweise ein ganzer Walnussbaum/Haselnuss-Strauch leer gesammelt/gefressen. Die Gruppen wären nur noch am Wandern. Unsere Zivilisation lässt das in den meisten Gebieten aber gar nicht zu.

Evtl. auch Virus-Krankheiten, die dann ganze Populationen (Gruppen) auf einen Schlag dahinraffen würden.
Ich denke die Evolution hat bei dieser Spezies gezeigt, dass es aus überlebenstrategischen Gründen gescheiter ist, als Einzelgänger zu leben.

Das ist wohlgemerkt meine bzw für mich logische Begründung, warum Eichhörnchen Einzelgänger sind. Das muss so nicht stimmen. Vermutlich gibt es noch andere bzw. weitere Gründe.

Gruß
Ecureuil

[ Editiert von Ecureuil am 06.01.11 13:00 ]

Manchmal genügt eine kleine Änderung des Blickwinkels, um klarer sehen zu können ;)

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2011 22:04
#9 RE: wieder n beweis antworten

Na nun muss ick doch aber och mal wat dazu sagen.

Hallo erstmal!

Der arme Kerl in dem Video ist ein Grauhörnchen ... kein Eichhörnchen. Kerl - erkennt man deutlich an den Hoden.
Warum er die Krähen von dem toten Tier versucht fernzuhalten werden wir nie erfahren. Nach der Größe der Hoden zu urteilen, tippe ich auf Bock und Angebetete.
Allerding vertrete ich auch die Meinung, dass man "Volieretieren" nicht mit frei lebenden Eichhörnchen vergleichen kann!!! Warum es unter den Tieren keinen Futterneid gibt, erklärt sich meiner Meinung nach damit, dass es ein ständiges Futterangebot gibt, die Hörchen müssen sich ihr Futter nicht selbst ersammeln. Und daher gibt es auch keinen Futterneid. Sie haben es immer trocken, müssen kein Nistmaterial sammeln, keinen Kobel bauen (von Nestern abgesehen) und es gibt keine Krähen und die grünen kreischenden Nympensittichte, deren Name ich gerade vergessen habe, die ihnen das Futter softmals streitig machen wollen. Für den Kuschelfaktor gibt es auch eine simple Erklärung. Alle Tiere die sogenannte Einzelänger sind, wünschen sich in "Gefangenschaft" gleichartige (schönes Wortspiel) Gesellschaft! Egal ob es sich dabei um Katzen, Hamster, Mäuse, Ratten, Chinchillas, Nashörner und Warzenschweine handelt.
Also warum sollte nicht auch ein Eichhörnchen in seiner nicht natürlichen Lebensumgebung sich einen Artgenossen zur Gesellschaft suchen. Würden wir Menschen doch genauso machen. Wer von euch hat nicht den Film Planet der Affen gesehen? *grins* Allerdings bin ich der gleichen Meinung wie Ecureuil. Mach die Volierentür auf und mit der Zweisamkeit ist es vorbei. Jeder geht seinen eigenen Weg. Mal davon abgesehen, dass viele Tiere verhungern würden.
Im September letzen Jahres war ich in Los Angeles. Dort gibt es einen botanischen Garten in dem Grauhörnchen leben. Ich habe mich dort stundenlang aufgehalten und habe beobachtet, dass sich die Tiere dort in Gruppen aufhalten. Vielleicht liegt es an der Größe des Parkes. Keine Ahnung. Jedenfalls waren 3 bis 4 Tiere, Kerle und Weiber, zusamen auf einem Baum, allerdings nicht auf dem gleichen Ast. Auch wenn sie den Standpunkt geändert haben, blieben sie auf Abstand zusammen. Sogar in der Nähe der anderen wurden fleissig Nüsse vergraben. Es gab unter den Tieren welche die "zahmer" waren als anderen. Die Böcke waren immer als erstes am Futter, erst danach kamen die Weibchen. War ein Weibchen mal schneller am Futterort, dann war es im Nu fort. War der Bock schneller, gab es Gemecker und Schwanzklopfen. Was ich aber immer beobachtet habe: Futterneid! Obwohl ich eine riesige Tüte ... oh wie heißen die Dinger... Erdnüsse! dabei hatte! Anders als die Eichhörnchen im Park, haben die Grauhörnchen sich nicht davon überzeugt, dass noch Nüsse da sind und es sich lohnt wieder zu kommen. Eichhörnchen schnappen sich bis zu 2 Haselnüsse und gucken und schnuffeln noch mal in den Nusshaufen. Sind keine Nüsse mehr da, kannste einen drauf lassen, dass das Hörnchen NICHT wieder kommt! Und sobald ein anderes auch nur in das Revier vom Parkhörnchen Luise kommt, wir es verjagt. Das gleiche habe ich sehr oft beobachtet, auch bei anderen Hörnchen. Nur bei Geschwistern, Junge die zwar schon pflügge sind, aber sich noch nicht komplett abgenabelt haben, gibt es keinen Futterneid. Genauso wenig unter Mutter und Kinder.
So und nun habe ich vergessen worüber hier diskutiert wurde. *grins* Also noch mal zusammengefasst: das Verhalten freilebender Tiere kann man nicht mit dem Verhalten von in menschlicher Obhut vergleichen! Egal welche Rasse.
Achso, die Grauhörnchen sind noch wuseliger als unsere Einheimischen. Liessen sich kaum ablichten. =:o)

Ick verabschiede mich mal wieder.
Tschüß!
Sciurus

Hamilton Offline



Beiträge: 34

13.01.2011 17:20
#10 RE: wieder n beweis antworten

Hallo,

ich finde schon, dass Eichhörnchen sich durchaus sehr gut artikulieren können und wie jedes andere Tier auch, durchaus dazu in der Lage sind, Gefühle auszudrücken. Haben schlaue Wissenschaftler jetzt auch bei Hunden heraus bekommen.
Man hätte mal einfach einen oder mehrere Hundebesitzer fragen können!
Das Eichhörnchen können wir leider nicht fragen, sondern es scheint in meinen Augen einfach einen triftigen Grund für dieses Eichhörnchen zu geben, sich so zu verhalten. Mutig ist das Tier aber auf jeden Fall (vielleicht auch verzweifelt).
In unserem Garten sind Drosseln. Eines Tages wurde die Mama-Drossel ein Opfer der Katze des Nachbarn. Das Männchen hat tagelang immer wieder nach seiner Gefährtin gerufen, unermüdlich, und jeden Winkel abgesucht.

Zur Frage Einzelgänger kann ich nur aus meiner Sicht sagen, dass sie sich sicherlich in der freien Natur anders verhalten. Allerdings habe ich Eichhörnchen auch als soziale Wesen erlebt, die mit anderen Artgenossen gut klar kommen. Bei Hamstern ist das z.B. völlig anders. Zwei männliche Hamster in einem Käfig oder auch Zimmer mit Ausweichmöglichkeit endet immer tödlich für einen. Einen anderen Weg gibt es da nicht.
Vielleicht sind Eichhörnchen einfach flexibel und lassen sich nicht auf ein starres Verhaltensmuster festlegen.

Was meint Ihr?

Liebe Grüße

Claudia

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